Burgruine Finkenstein

Die Burganlage Finkenstein stammt im Kern aus dem 12./13. Jahrhundert und erlebte im 14./15. Jahrhundert wesentliche Aus- und Umbauten, die ihr heutiges Bild prägen. Die, in imposanter Lage mit beeindruckendem Ausblick befindliche Burg, wurde ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert vernachlässigt und dem Verfall preisgegeben. Neben mehreren Sicherungsmaßnahmen erfolgten im ausgehenden 20. Jahrhundert die Adaptierung durch die Einbringung eines gastronomischen Betriebes sowie der sogenannten Burgarena als Freilichtbühne für Konzert und Kultur.

Leistung:Bauforschung, restauratorischer Befund

Standort: Finkenstein, Kärnten

Leistungszeitraum: 2020-2021

Weltkulturerbe Semmeringbahn

Die Semmeringbahn stellt ein einzigartiges Gesamtensemble von technisch-geschichtlich herausragender Bedeutung dar. Für die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes war eine umfangreiche Sanierung der Gleiskörper mit Anpassung an geltende Normen notwendig - bei gleichzeitiger Bewahrung des Alterswertes des technischen Denkmales. Eine Herausforderung für alle Projektbeteiligten!

Leistung: Restauratorische Untersuchung und Betreuung, Ausführung Natursteinrestaurierung

Standort: Niederösterreich Semmeringbahn - Abschnitte Wagnergrabenviadukt, Gamperlgrabenviadukt, Rumplegrabenviadukt, Kartnerkogelviadukt

Leistungszeitraum: 2016-2019

Parlament Wien

Die Attikafiguren und Akroterien des Wiener Parlaments, ein derzeit laufendes Projekt, wurden bereits 2018 demontiert. Für die überlebensgroßen Figuren aus feinkristallinem Marmor wurden mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen Konzepte zur Konservierung und Wiedermontage auf dem Parlament erarbeitet. Teile der Akroterien sind bereits wieder Bestandteil der Dachlandschaft des Parlaments.

Leistung: Teilrekonstruktion in Naturstein, Steinkonservierung, Steinrestaurierung, Ultraschalluntersuchungen

Standort: Parlament Wien

Leistungszeitraum: seit 2018

Loretto Kapelle (Bgld.)

Kapelle_Abschluss mit Modell

Kapelle Maria Loretto – Putz, Stein, Malerei, Vergoldung

Wesentliches Restaurierungsziel war die Konservierung der Mauerwerksubstanz, die durch Salz- und Feuchtebelastung erhebliche Schäden aufwies. Schadenskatalysatoren sind im Zuge der Restaurierungskampagne entfernt bzw. reduziert worden. Die freigelegten Putzbereiche sind mit bauphysikalisch und ästhetisch angepasstem Putz geschlossen worden, ehe eine Rekonstruktion der Ziegelimitatsflächen, Gesimse und des Sternenhimmels in Ölvergoldungstechnik auf Basis vorangegangener Befundungen erfolgte. In einer früheren Sanierungsperiode wurden sämtliche Zonen der Rauminnenschale monochrom in einem hellen Grau gefasst. Im Zuge einer Befundung konnten ältere Fassungsbestände an Wand, Gewölbe und Gesimse untersucht werden. Die daraus gezogenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für Rekonstruktion der historischen Raumschalenfassung.

Die Altarmensa (Leithakalk) war erheblich von Salz- und Feuchtebelastung betroffen – sie wies ein bereits fortgeschrittenes Schadensbild auf, das Gefüge des Kalksandsteins war zum Teil von Auflösung gekennzeichnet. Als primäres Restaurierungsziel wurde die Ursachenbehebung der Feuchtquelle definiert. Dazu wurde der Altar demontiert, eine Trennlage zwischen Kapellenboden und Mensa installiert, sowie Durchlüftungsmöglichkeiten am Korpus geschaffen. Nicht restaurierbare Elemente wurden durch Natursteinvierungen ersetzt. Die Mensa wurde analog des dokumentierten Bestandes wieder versetzt. Im Zuge der Demontage der Mensa kam es zu einem Sensationsfund. Unterhalb der Altarmensa lag eine barocke Madonnenfigur, die den Anschein erweckte, als sei sie in der Mensafüllung bestattet worden. (Mehr zum äußerst interessanten Fund siehe: https://bda.gv.at/de/denkmal-aktuell und https://derstandard.at)

Zahlreiche Bodenplatten (Kehlheimer Kalkstein, roter Knollenkalk) waren bedingt durch Nutzung, Bodenbewegung und Durchfeuchtung geschädigt. Die Restaurierung des Bodens umfasste Reinigung, Ausgleich von Niveauunterschieden, Restaurierung von schadhaften Platten.

Recherchen führten zum Schluss, dass ein Kommuniongitter, welches im Depot des Bauamtes der Diözese Loretto aufgefundenen wurde, in der Vergangenheit Bestandteil der Kapelle gewesen sein muss. So wurde eine Restaurierung und Remontage in Absprache mit ÖBA und BDA festgelegt und durchgeführt.

Leistung: Befundung, Stein- und Putzrestaurierung, Rekonstrukt. histor. Fassung, Vergoldung
Standort: Pfarre Loretto, Hauptplatz 22-24, 2443 Loretto
Leistungszeitraum: 2016-2017