Digitale Rekonstruktion

DIGITALE REKONSTRUKTION – HANS KHEVENHÜLLER (1538-1606)

Die Originalfigur des Grabmals des Hans Khevenhüllers besteht aus einer etwa lebensgroßen Alabasterfigur. Der Zustand des Alabasters ist deutlich abgewittert mit zahlreichen Fehlstellen des Dekors und einer äußerst wesentlichen Fehlstelle: Der Kopf. Der Prozess der Rekonstruktion beginnt zunächst mit dem 3D Scan des Objektes. Die weiteren Möglichkeiten um das gewünschte Resultat zu erzielen sind unterschiedlich, je nachdem wie komplex das Original ist und wie viel Information vom ursprünglichen Zustand zur Verfügung steht.

Nach der Analyse und Untersuchung des gesamten zur Verfügung stehenden Materials (historisches Bildmaterial, Aufzeichnungen und Dokumentationen, Übertragungs- oder Studienmodelle des Originals sowie Kopien des Originals oder Repliken) wird die beste Methode oder eine Kombination von verschiedenen Techniken (Mischtechnik) ausgewählt, um das Objekt zu rekonstruieren. Kleine fehlende Stellen werden mithilfe einer speziellen Software ergänzt und an den Verlauf der Oberfläche angepasst. Großvolumige Fehlstellen, stark detaillierte oder beschädigte Teile eines Objekts werden auf Basis der zur Verfügung stehenden Information neu modelliert.

Das Erstellen eines digitalen 3D Modelles erfolgt durch Analysen der Oberflächen (Anatomieberechnung), Duplizieren vorhandener und bildhauerisch rekonstruierter Teile eines Objektes, Spiegelung und Zusammensetzung sowie Simulationsrendering mit Materialität und Beleuchtung, um dem Kunden den Charakter einer Rekonstruktion bestmöglich zu zeigen.

Leistung: Digitale Rekonstruktion, Teilrekonstruktion bildhauerisch, 3D Scan
Standort: Original Madrid
Leistungszeitraum: 2018/2019